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Die erste »offizielle« Stadtrundfahrt zur Geschichte der Psychoanalyse in Berlin fand am 11. Mai 2002 im Rahmen der DPG-Jahrestagung mit dem Thema »Fort - da. Trennen und Verbinden im Psychoanalytischen« statt. Es folgte eine Reihe von Touren, an denen sich im Wesentlichen Mitglieder aus dem Forum zur Geschichte der Psychoanalyse als »Guides« beteiligten. Vor allem Ludger M. Hermanns hat über viele Jahre die Stadtrundfahrten auf den Spuren der Psychoanalyse begleitet. Es waren unterhaltsame Reisen durch die Geschichte - mit Text- und Musikbegleitung, unterbrochen von Zwischenstopps an Häusern, in denen Psychoanalytiker gelebt hatten. Einige kleine Events waren eingebaut, bei denen z.B. Bernfelds Filmexposé »Drei Welten in einem Zimmer« inszeniert oder mit einem großen Büfett Abschied von Melanie Kleins Haus, das abgerissen werden sollte, genommen wurde.
Durch vertiefte Recherchen, die anfangs die Familie Freud in Berlin betrafen, wobei Christfried Tögel sein Wissen großzügig teilte, entstand dann eine ganz eigene Dynamik. Sigmund Freud war im Berlin der 1920er Jahre »gern gesehen« und hatte sogar erwogen, Berliner zu werden. Die Nationalsozialisten verfolgten ihn als Juden. Seine Schriften wurden verbrannt und an seinem Lebensende war er froh, nicht nach Berlin übergesiedelt zu sein, sondern im Exil in England sterben zu können.
Freuds Schwester Marie (»Mitzi«) und ihr Mann Maurice, ein Kaufmann, lebten mit ihren vier Kindern zwischen 1898 und 1933 in Berlin.
* Bei der Redaktion eingegangen am 12.3.2020.
Mich erschütterte tief der Selbstmord der Tochter des Paares, von Freuds Nichte Tom (Gertrud) Seidmann Freud (im Februar 1930), die über den Suizid ihres Mannes (im Oktober 1929) nicht hinweggekommen war. Das Paar hinterließ eine sechsjährige Tochter. Es hieß, dass ihr Grab auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee sehr verfallen und vernachlässigt sei. In dem Bedürfnis, wenigstens postum etwas für diese Familie zu tun, suchte ich das Grab auf und fand, zu meine