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Die Autoren vertreten die Ansicht, dass das eigentliche Erbe Freuds in der Anwendung der Psychoanalyse auf gesamtgesellschaftliche Probleme und Fragen bestehen wird und weniger in Beiträgen zur Behandlung psychischer Erkrankungen. Sie zeichnen die Geschichte der angewandten Psychoanalyse nach, formulieren Vorschläge für eine Gemeindepsychoanalyse (»Community Psychoanalysis«) mit entsprechend spezialisierter Ausbildung und Validierung und erörtern die Unterschiede zwischen Gemeindepsychoanalyse und klinischer Psychoanalyse. Beispiele für moderne Anwendungen der Psychoanalyse auf die Kindererziehung und die Prävention emotionaler Störungen im Kindesalter, auf das Verständnis gesellschaftlicher Großgruppen, u.a. von rassischen und ethnischen Konflikten, von Gewalt in Schulen, Terrorismus, gesellschaftlichen Vorurteilen und Widersprüchen beschließen den Beitrag.