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Wer sich eingehender mit den Anfängen der psychoanalytischen Sozialarbeit beschäftigen möchte, dem sei das vorliegende Buch mit Schriften Rosa Dworschaks empfohlen. Dworschak, geboren 1896 in der Weststeiermark, aufgewachsen in Wien und dort auch im Jahre 1990 gestorben, war die engste Mitarbeiterin August Aichhorns und mehr als 20 Jahre lang seine Geliebte. Nach seinem Tod im Jahre 1949 widmete sie sich seinem Andenken und war unter anderem Mitbegründerin der August-Aichhorn-Gesellschaft. Sie setzte seine Arbeit fort und entwickelte den Diskurs um Praxis und Theorie psychoanalytischer Sozialarbeit in Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend weiter. Zunächst, während des Ersten Weltkrieges, bei Ilse Arlt als Fürsorgerin ausgebildet, bildete sie sich in den folgenden Jahren zur Psychoanalytikerin, zur Therapeutin für Kinder und Jugendliche und zur Supervisorin weiter. Daneben war sie noch Musikpädagogin und Komponistin.
Eine Besonderheit des Buches ist, dass Leben und Werk von Rosa Dworschak auf der Grundlage eines sehr persönlichen Zugangs beschrieben werden. Der Herausgeber Thomas Aichhorn, Enkel und Biograph von August Aichhorn, lernte Rosa Dworschak bereits in seinen Kinderjahren als Mitarbeiterin seines Großvaters kennen. Seit den 1970er Jahren besuchte er sie regelmäßig, führte Interviews mit ihr, bekam aber, wie er bekennt, auch persönlich von ihr »wichtige, unverzichtbare Hilfestellungen« (S. 46). Diese Beziehung zu ihr wird beim Lesen seiner biographischen Skizze immer wieder deutlich. Neben
seinen eigenen Erinnerungen fließen auch Erinnerungen von Susanne Mauritz, der Großnichte von Rosa Dworschak, und ein umfänglicher Nachlass, bestehend aus Briefen, Manuskripten, Typoskripten, Erinnerungen, Tagebüchern und Aufsätzen, mit ein.
Leben und Werk Rosa Dworschaks werden aufgrund der biographischen Skizze von Thomas Aichhorn, eines Beitrages über sie als Komponistin von Eva Mayerhofer, Fritz Trümpi und Annegret Huber sowie durch den Nachdruck einiger ihr