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»Analytiker in den Schützengräben. Straßen, Schulen, Kriegsgebiete« ist ein Titel, der diesem Band nicht nur Freunde in der psychoanalytischen Community eingebracht hat. Doch war es, wie mir Stuart W. Twemlow, einer der Herausgeber, persönlich sagte, durchaus Ziel, die psychoanalytische Gemeinschaft aufzurütteln und mit der Botschaft und dem Wunsch herauszufordern, Psychoanalytiker möchten ihre sicheren Positionen hinter der Couch verlassen, um ihr Wissen während aktueller Krisen der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Die Herausgeber schreiben in ihrer Einleitung, dass ihnen bewusst ist, dass ein solches Engagement nicht allen psychoanalytischen Persönlichkeiten liegt.
Dies war für alle spürbar, die Stuart Twemlow an der Joseph Sandler Research Conference persönlich erleben konnten. Er hielt zusammen mit Peter Fonagy einen leidenschaftlichen Vortrag: »Young Guns: Approached Extremely Violent and Prejudiced Children in Jamaica«. Für mich (und ich vermute für viele meiner Kollegen) ist unvergessen, wie er schilderte, dass er sogar einen handgreiflichen Konflikt mit Polizisten nicht scheute, um einen der schwer traumatisierten schwarzen Jugendlichen aus einer ungerechtfertigten, rassistisch begründeten Verhaftung zu befreien, ein Thema, das leider nicht an Aktualität verloren hat. Twemlow drückte seine Empörung auch körperlich aus: Fast zwei Meter groß - eine imposante Erscheinung -, stellte er szenisch dar, was er in Jamaika, aber auch in vielen anderen Projekten an Gewalt gegen Minderheiten und Schwache erlebt hatte. Twemlow ist Maori und stammt aus einem kämpferischen Stamm der Ureinwohner Neuseelands. In diese Tradition stellte er sich als einer
der Führer einer neuseeländischen studentischen Protestbewegung, bevor er 1970, nach seinem Medizinstudium, in die USA zog und u.a. an der Menninger Foundation arbeitete. Sein Leben lang setzte er sich für traumatisierte Individuen und gesellschaftliche Randgruppen ein und gründete zusammen mit einigen ähnlich denken