You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der Sammelband Hilfreiche Beziehungen ist ein Spiegel der Komplexität der Arbeit sozialpädagogischer Familienhilfen und gibt über seine facettenreichen Einblicke in die Praxis weitreichend Aufschluss über die chancenreichen Dimensionen psychoanalytischer Sozialer Arbeit. In ihrem Buch versammeln die Herausgeber hierfür eine Vielzahl von Praktikern der sozialpädagogischen Familienhilfe in Rottenburg und Offenbach. Trotz der örtlichen Distanz stehen der Verein für Psychoanalytische Sozialarbeit Tübingen & Rottenburg und die Sozialpädagogische Familienhilfe in Offenbach bereits seit Ende der 1980er Jahre in einer engen Verbindung, auch da sich beide Institutionen vor dem Hintergrund ihres psychoanalytischen Zugangs treffen. Vielleicht als Materialisierung auch dieser hilfreichen Beziehung sucht der Sammelband die vielfältigen Chancen und Möglichkeiten psychoanalytischer Praxis in einem außerklinischen Rahmen zu verdeutlichen, die weit über die Psychoanalyse als Reflexionsinstrument hinausweisen. So stellt sich die psychoanalytische Soziale Arbeit in Martin Feulings Beitrag nicht als eine Anwendung der Psychoanalyse dar, sondern als eine eigene Spielart der Psychoanalyse selbst.
Mit insgesamt 15 Beiträgen breiten die Autoren in dem Sammelband geschichtliche, theoretische, aber vor allem praktische Aspekte psychoanalytischer Familienhilfen aus, wobei 12 fallbezogene Artikel die Chancen und Wirksamkeiten dieser spannenden Verbindung besonders greifbar werden lassen. Diese Ausschnitte aus der unmittelbaren Praxis veranschaulichen, in welcher Weise Elemente psychoanalytischer Sozialer Arbeit in der Familienhilfe wirksam werden können
und unterstreichen das selbstreflexive Arbeiten an der Beziehung als Mittel der Hilfe. In diesem Sinne weisen Angelina Henrich & Beate Maier darauf hin, dass hilfreiche Beziehungen für Klienten dann entstehen können, wenn Familienhelfer nicht nur Hilfsmaßnahmen, sondern gerade ihre eigene Person »containend« zur Verfügung stellen. Diese bezie