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Der Beitrag möchte eine Handreichung bereitstellen, wie Autoren mit dem Problem der Vertraulichkeit bei der Veröffentlichung von Behandlungsberichten umgehen können. Dabei wurden der gegenwärtige Diskussionsstand und die Stellungnahmen von Fachleuten eingearbeitet. Ausgangspunkt ist der Konflikt zwischen dem fachlichen Publikationsinteresse einerseits und dem persönlichen Schutzinteresse der Patienten und der analytischen Beziehung andererseits. Neben der juristischen Dimension wird diejenige der Psychoanalyse und ihrer Ethik diskutiert. Die Vor- und Nachteile eines psychoanalytisch qualifizierten »informed consent« werden angesprochen und die Möglichkeiten einer Anonymisierung aufgezeigt, die in jedem Fall erforderlich ist. Leitend ist dabei die Auffassung einer Prozessethik, in deren Entscheidungsprozesse nicht nur die einzelnen Analytiker, sondern auch ihre Patienten und die Verantwortungsgemeinschaft der Psychoanalytiker als ethische Akteure eingebunden sind.