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Seit sich die pandemische Ausbreitung des Corona-Virus auch in unseren Breiten abzuzeichnen begann, hat sich vieles, in und um uns herum, verändert: Nicht nur etwaige persönliche Betroffenheiten und Bedrohungen sind dabei auszuhalten und auszubalancieren, sondern auch das Ausmaß der Veränderungen in der Handhabung des Behandlungssettings. Der vorliegende Beitrag mag eine Diskussion über diese Veränderungen und die damit verbundenen Implikationen anregen.
Zunächst möchte ich von meiner persönlichen Auseinandersetzung berichten.
Ganz zu Beginn empfand ich es bereits als einen Verlust, auf das Händegeben zu verzichten, das uns so viele wichtige Informationen gibt: Wie ist der Händedruck, sind die Hände feucht, trocken, rissig, bekommt man die ganze Hand oder nur ein »Pfötchen«. Und manches Mal, wenn eine Stunde emotional aufwühlend war, jemand geweint hat, hat man ihm zum Abschied vielleicht einen kleinen Moment länger die Hand gedrückt, um auf diese Weise noch einmal zu signalisieren: Ich habe es wahrgenommen, ich kann spüren, wie schwer es ist. Vielleicht als ein kleines Stückchen Trost. Oder der Händedruck beim Abschied zeigt eine versöhnliche Geste an, die eine aggressive Spannung in der Stunde einfasst und hält.