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Die Autorin versteht Hypochondrie als eine Form der Angststörung, die sich mit plötzlich verengter Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung des Körpers (als krank und vom Tode bedroht) richtet, wodurch eine Befindlichkeitsstörung mit ängstlicher Selbstbeobachtung ausgelöst, das körperliche Substrat selbst aber nicht angegriffen wird. Psychodynamisch gesehen führt der Hypochonder allerdings einen wirkungsvollen selbstdestruktiven Angriff auf sein Körpererleben aus: Das vitale Körperschema wird plötzlich zum Negativen hin verändert, und das Selbsterleben von Freude, Funktionslust und Selbstexpression wird dramatisch beschnitten. Aus Sicht der Autorin unterwirft sich der Hypochonder (auf dem Hintergrund eines spezifischen unbewussten Rivalitätskonfliktes) dem Objekt und opfert ihm seine Lebendigkeit. Dieser Abwehrlösung spürt der Beitrag eingehend nach.