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Der Aufsatz versucht, den Zusammenhang der Vorstellungen, mit denen Albert Camus’ »Der Fremde« arbeitet, zu rekonstruieren. Er findet ihn in einem phantasmatischen Szenarium von Sohn-Mutter-Szenen, die sich zwischen Einheitsverlangen, Enttäuschung und Aggression abspielen, zwischen bedrohlich anwachsenden Emotionen, deren Unterdrückung und Durchbruch. Dieses Phantasma wird, szenisch interpretierend, in einem Verfahren erschlossen, das dem manifesten Verlauf des Romans folgt, in langsam fortschreitender, zunächst textnaher Analyse die ihn tragende Problemkonstellation entwickelt, diese mit autobiographischen Vorgängertexten in Zusammenhang setzt und von hier aus auf die zentralen Vorstellungen der Gleichgültigkeit, des Fremden und des Absurden blickt.