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Mit dem Band Psychosomatik - neurobiologisch fundiert und evidenzbasiert legen die vier Herausgeber ein einzigartiges Werk vor, das an Aktualität, Differenziertheit und Umfang seinesgleichen sucht.
Sein Charakter als Lehrbuch (insofern es den Bereich »Psychosomatik« und nicht »Psychosomatische Medizin«, nota bene) und als Handbuch (d.h. als Nachschlagewerk zur Grundlagenforschung oder klinischen Anwendung) macht es zu einem Standardwerk für Forschungs- und klinische Einrichtungen sowie andere umfassend Interessierte. Für die Psychosomatik - als ein Gebiet bzw. eine Betrachtungsweise, die sich nicht darin erschöpft, ein medizinisches Fach losgelöst von »translationalen« Bezügen aufzufassen - ist es von großem Nutzen.
Solange man es als das versteht, was es ist und sein will. Der Band ist erklärtermaßen »neurobiologisch fundiert« und »evidenzbasiert«. Beide Grundsätze sind in den Einzelbeiträgen nicht zu übersehen, allein sieben Kapitel widmen sich der psychoendokrinologischen, psychophysischen, psychoimmunologischen, neurobiologischen oder epigenetischen Grundlagenforschung, und auch im Blick auf sämtliche Krankheitsbilder (50 Kapitel umfassend) ist allen Einträgen zu ihrer Symptomatik, Epidemiologie, Diagnostik oder Therapie ein Abschnitt zur Neurobiologie an die Seite gestellt. Das wissenschaftliche Niveau ist dabei durchweg hoch, Forschungsbefunde werden in ihrer Aktualität dargestellt. Das bedeutet in den meisten Fällen den Bezug auf Evidenzbasierung, also Ergebnisse randomisiert kontrollierter Studien bzw. Metaanalysen, auch im Hinblick auf Behandlungen.