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Dieser Band zu Ehren des Londoner Psychoanalytikers Herbert Rosenfeld steht in einer Reihe von postumen Ehrungen, die mit einem Memorial Meeting in London im Jahr 2000 begann, sich in einer Gedenktagung der DPG 2014 in Nürnberg fortsetzte und schließlich im hier vorgestellten Symposion »Herbert Rosenfeld. Psychoanalytische Perspektiven auf Klinik und Kultur« 2018 in Berlin ihren vorläufigen Schluss gefunden hat. Die drei Herausgeber des Bandes haben sowohl das Symposion als auch die Publikation initiiert.
Ein wichtiger Teil der 18 Beiträge ist sehr persönlich gehalten, was der Aufsatzsammlung eine besondere Prägung gibt. Als Leser, der Rosenfeld nicht persönlich kannte, spürt man etwas von der Art der Beziehung zu diesem in Nürnberg in eine jüdische Kaufmannsfamilie geborenen, 1938 nach London emigrierten und als Supervisor nach Deutschland zurückkehrenden Psychoanalytiker. Für viele deutsche Psychoanalytiker gehörte Rosenfeld zu denjenigen vor allem englischen Psychoanalytikern, die im Nachkriegsdeutschland einen großen Einfluss auf ihre theoretische und praktische Haltung hatten und bis heute
haben. Spürbar wird eine tiefe Dankbarkeit für die Freundschaft, die der als tolerant, weltgewandt und eigenständig beschriebene Rosenfeld den deutschen Kollegen entgegenbrachte. Diese freundschaftliche Dankbarkeit lässt den nicht-eingeweihten Leser mitunter an Details des Lebens Rosenfelds teilnehmen, die er mit leiser Verwunderung darüber zur Kenntnis nimmt, ob dies Rosenfeld wohl lieb gewesen wäre.
Zu den persönlichen Beiträgen gehört die erhellende umfangreiche Biographie Rosenfelds von Karin Johanna Zienert-Eilts, die ergänzt wird durch einen »persönlichen Blick« der Tochter Rosenfelds, Angela Rosenfeld, auf das Leben ihres Vaters, mit vielen Fotos aus dem Privatarchiv. Zienert-Eilts schildert sowohl die Dankbarkeit und Verehrung Rosenfelds im Hinblick auf seine Lehranalytikerin Melanie Klein und ihre Konzepte als auch seine Konflikte mit einigen Kollegen der englischen