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Psychoanalytische Psychosomatik ist in ihrem Kern als eine Theorie des Denkens zu verstehen. Seit längerem wird die Perspektive eingenommen, dass mit »psychosomatischen Störungen« oft Beeinträchtigungen der Symbolisierungsfähigkeit verbunden sind, in jüngerer Zeit finden sich Konzeptualisierungen, die ganz wesentlich die Leiblichkeit als Grundlage des »Denkens«, also des Umgangs mit psychischer Repräsentation (von Affekten, von Beziehung, von Selbstzuständen), herausstellen und in Krankheitslehre und Theorie der Behandlungstechnik einpassen.
Die im vorliegenden Buch-Essay gewählten aktuellen Publikationen können dabei exemplarisch genommen werden, vertiefen bestimmte »Leiblinien« der psychoanalytischen Psychosomatik jedoch auf aktuelle Weise. Dabei stehen Überlegungen zur leiblichen Gegenübertragung und deren Gebrauch in analytischen Prozessen im Zentrum, aber auch der lebendige Dialog zwischen »regionalen« Traditionen
* Leikert, S. (Hg.) (2022): Das körperliche Unbewusste in der psychoanalytischen Behandlung. Frankfurt/M. (Brandes & Apsel). 300 Seiten, € 34,90.
Press, J., Bobos, F., Frommer, J., Pessis-Myttas, M., Schmid-Gloor, E., Senarclens, B. de, Seulin, C., Solano, L. & Temple, N. (2021 [2019]): Den Körper erleben. Ein psychoanalytischer Dialog über Psychosomatik. Übers. A. Akkuş. Gießen (Psychosozial-Verlag). 238 Seiten, € 29,90.
Lemma, A. (2018 [2015]): Der Körper spricht immer. Körperlichkeit in psychoanalytischen Therapien und jenseits der Couch. Übers. L. Apsel. Frankfurt/M. (Brandes & Apsel). 292 Seiten, € 29,90.
Bei der Redaktion eingegangen am 25.1.2022.
in der Psychoanalyse (Press et al. 2021), mit sich im sozialen Feld zeigenden, den Körper betreffenden Phänomenen (Lemma 2018) sowie zwischen klinischer Erfahrung und Konzeptualisierung (Leikert 2022).
Vorab ist noch eine Bemerkung zur Terminologie erforderlich, die eine potenzielle Begriffsverwirrung aber vermutlich nur in Teilen verhindern kann: »Psyche« und »Soma« (bzw. Körper; beides verwende ich im Fo