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Der Text nähert sich der Attraktion von Hasspolitik über eine Reflexion der Dilemmata und Widerstände, die sich ihrer Analyse in den Weg stellen. Die sozialpsychologische Untersuchung der neuen politischen Bewegungen, die sich über starke negative Affekte vergemeinschaften (wie die Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie), werden durch die emotionale Beteiligung von Forschern erschwert. Die Begegnung mit Feindseligkeit und Hass wirkt invasiv, gefährdet die psychische Integrität und lässt Neugier und Empathiebereitschaft schwinden. Bedrohlich wirkt auch die normative Nähe zu zentralen Topoi dieser Bewegungen - der Idealisierung von Kritik, Widerstand und Autonomie. Das regressive Angebot von Hasspolitik kann Gefühle von Neid wecken. Der Kontamination, der ungewollten Nähe und dem Neid sucht man durch Abwehroperationen gegenzusteuern: Aus-dem-Felde-Gehen und Besetzungsentzug, Übernahme der Spaltungs- und Entwertungslogik. Zu solchen Manövern ist man auch in der Forschung versucht. Wer sich distanziert, erfährt nichts Neues. Wer sich erreichen lässt, wird selber Teil der Dynamik, die er untersuchen will, und gerät in seiner Forschung in moralisierendes Agieren der Abwehr von Angst und Ohnmacht.