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In diesem Sammelband, der Arbeiten und Vorträge des Autors aus den letzten zehn Jahren vereint, gelingt ein »Transfer der psychoanalytischen Haltung, des psychoanalytischen Denkens und Arbeitens im Sinne der Verwirklichung der zentralen psychoanalytischen Grundannahmen« (S. 9). Durch die klare Gliederung des Buches und die Zusammenstellung der Texte ist ein Werk entstanden, das nicht nur einen guten Überblick bietet, sondern auch den Lesern, die mit dem vielfältigen Betätigungsfeld Zwiebels vertraut sind, interessante (Quer-)Verbindungen erschließt.
Unter der Überschrift »Mit und ohne Couch« äußert sich Zwiebel im ersten Kapitel, das den Rahmen seiner Überlegungen absteckt, zur klinischen und außerklinischen Bedeutung der Psychoanalyse. Dabei richtet er seinen Fokus auf die »innere Couch«, womit eine Erweiterung des psychoanalytischen Denkens über die therapeutischen Inhalte hinaus auf kulturell und gesellschaftlich relevante Fragestellungen gemeint ist. Diese Erweiterung führt Zwiebel über »Klinisches« (erster Hauptabschnitt des Buches) zu »Filmanalytischem«, »Meditativem« und »Didaktischem« (so die Titel der folgenden Blöcke).
Dem Autor gelingt es, die einzelnen Kapitel miteinander in einen Polylog treten zu lassen, was es dem Leser leicht macht, in die Dimensionen seines Denkens einzutauchen. Vielleicht gerade weil einige zentrale Grundgedanken wiederkehren, lädt das Buch zum Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten ein. Lohnenswert ist Zwiebels Projekt, das psychoanalytische Denken wieder vermehrt in einen »kulturellen« Kontext zu stellen, der vom Alltag bis in die Politik reicht, wobei das »Private« für ihn politisch ist und bleibt. So kann gerade in pandemischen
Zeiten, in denen, öffentlich wie privat, zunehmend Tendenzen zu Spaltung, Schuldzuweisungen, Zusammenhängen von Angst und Machtausübung auftreten, ein Blick, der unbewussten Prozessen mehr Aufmerksamkeit und Deutung(en) schenkt, aus krisenhaften Situationen heraushelfen, weil wir dann sehen, dass das