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Lombardis prägnanter, sorgfältiger Text ergänzt und befördert mein Bemühen um einen unser Verständnis erweiternden Brückenschlag. Insbesondere indem er bewusste und unbewusste psychische Zustände thematisiert, schlägt Lombardi eine Sichtweise vor, die unser Verständnis der Auswirkungen des Traumas auf die Psyche keinesfalls ersetzt, sondern vielmehr vertieft. Er befürwortet einen deutenden Ansatz, der, wie er glaubt, den »tieferen«, archaischeren Aspekt des Funktionierens der inneren Objektbeziehung einer Patientin anspricht, dessen archaischstes Objekt die ursprüngliche Beziehung der Patientin zu ihrem Körper ist. Wenn er auch die Rolle der unbewussten Phantasie, der Übertragung und der Objektbeziehungen auf »protosensorischer« Ebene (und vielleicht auch, eher implizit, die Faktoren der Triebökonomie) respektiert, so lokalisiert Lombardi doch die ursprüngliche Funktion der Dissoziation in der Dissoziation von Körper und Psyche, und er bringt Gründe für ihre deutende Einbeziehung bei Patienten vor, die an einer schweren Form von frühem Trauma leiden und deren Psyche in der psychotischen Sphäre agiert. Mit solchen Patienten - deren Denken auf konkrete und nichtsymbolische Formen des Primärprozesses, möglicherweise einschließlich somatischer Abfuhr und Agieren, begrenzt sein dürfte - in den Bereich der Deutungen vorzustoßen, verlangt vom Analytiker, seine eigene nonverbale und somatische Ansprechbarkeit anzuerkennen. Auch ich glaube, dass eine solche Achtsamkeit
* Der vorliegende Beitrag ist eine Antwort auf: Riccardo Lombardi: »Die Fokussierung auf das Verhältnis von Körper und Psyche in der Behandlung massiver Dissoziation. Kommentar zu Diamond« im vorliegenden Heft. Der Text erschien zuerst unter dem Titel »Encompassing the Multitude, Animating the Contradictions, and Building Bridges: Reply to Commentaries« in: Journal of the American Psychoanalytical Association 68(5)/2020, S. 921-947 (DOI ).
Bei der Redaktion eingegangen am 8.11.2021.
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