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Bereits beim ersten Durchblättern fällt auf, dass der Hauptteil des Buches Personen gewidmet ist, die zentral für die Konzepte des Buchtitels stehen: Alfred Lorenzer für die Szene und das szenische Verstehen, Pierre Bourdieu für den Habitus als verkörperte Erfahrung und praktischen Sinn und Michael Buchholz für gleich zwei seiner Themen, nämlich die zentrale Bedeutung der Metapher für Sprache und Konversation und sein Plädoyer dafür, dass psychotherapeutische Tätigkeit in Abgrenzung zu anderen beruflichen Tätigkeiten als Profession zu verstehen ist.
Statt eines Geleitwortes und eines Vorwortes findet der Leser zwei Vorworte, eines von Martin Wendisch, Herausgeber und Autor von Kritische Psychotherapie und ein Vorwort des Autors. Wendisch erklärt das Buch nicht nur zu einem »Meilenstein auf dem Weg, […] Psychotherapie-Wissenschaft als neue Disziplin im Kanon der Wissenschaften zu etablieren«, sondern auch dafür geeignet, »Perspektiven zu einer kritischen Psychotherapie und einer »Kritischen Theorie des Subjekts« zu eröffnen« (S. 8). In seinem eigenen Vorwort richtet der Autor einen Appell an die psychotherapeutische Profession, sich angesichts der ökologischen Katastrophen und gesellschaftlichen Missstände im Sinne von Adornos kritischer Theorie des Subjekts zu engagieren, wobei aber die den Leser interessierende Verbindung zum konkreten psychotherapeutischen Handeln an der vom Autor gestellten rhetorischen Frage hängen bleibt: »Würde ein psychisch gesunder Mensch, die Umwelt zerstören, würde er betrügen, unterdrücken,
ausbeuten, zynisch sein […]?« - Die Frage wird nicht weiter verfolgt (S. 11). So fühlt sich der Rezensent in Bezug auf seine grundsätzliche Einstellung, dass Psychotherapie keinesfalls ideologisch kontaminiert sein soll, und sei es auch um einer noch so unterstützenswerten gesellschaftspolitischen oder ökologischen Idee wegen, beunruhigt, aber nicht überzeugt.
Es folgen eine lange Einleitung, die vom Inhalt und der Seitenanzahl her (100 Seiten!) ein e