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Mein Aufsatz »Primum non nocere« (Bell 2023) behandelt, wie man sagen könnte, zwei ganz unterschiedliche Fragen: Die eine ist das Scheitern der klinischen Leitung des Gender Identity Development Service (GIDS) der Tavistock-Klinik; die andere ist meine Kritik an einer ganz bestimmten ideologischen Position. Diese beiden Punkte stehen freilich in einem engen Zusammenhang, der sich daraus ergibt, dass das Eindringen der Gender-Ideologie in den Klinikbetrieb als ein machtvoller Gruppenzwang wirkte, der die Fähigkeit zum normalen reflexiven Denken behindert hat. Dies zeigt sich insbesondere daran, dass all jene, die Bedenken zum Ausdruck brachten, als Feinde behandelt wurden und man alles Mögliche unternahm, um sie zum Schweigen zu bringen.
Es freut mich, dass Aaron Lahl zu Beginn seines Textes das katastrophale Scheitern des Tavistock Gender Service anerkennt. Die in meinem Aufsatz und natürlich auch in meinem ursprünglichen Bericht an den GIDS angesprochenen Bedenken hinsichtlich der unsachgemäßen Behandlung von Kindern und Jugendlichen haben zum Teil den Cass Review (The Cass Review 2022) angeregt und letztlich dazu beigetragen, dass Englands nationaler Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS England) das Behandlungsmodell der Gender-Klinik zugunsten eines holistischen Ansatzes aufgegeben hat (NHS England 2023). Ähnliche Schritte, die Behandlung von genderbezogenen
* Der Autor antwortet mit diesem Beitrag auf den Kommentar von Aaron Lahl: »»Ändern Sie nichts an den Einstellungen«. Bemerkungen zu David Bells »Primum non nocere«« im vorliegenden Heft. David Bells ursprünglicher Beitrag ist unter dem Titel »Primum non nocere« erschienen: Psyche - Z Psychoanal 77/2023, 193-221. DOI 10.21706/ps-77-3-193.
Bei der Redaktion eingegangen am 22.11.2023.
Störungen bei Kindern und Jugendlichen nicht mehr von anderen Faktoren losgelöst zu betrachten, sind in einer wachsenden Zahl europäischer Länder im Gange, so in Finnland (COHERE ), Schweden (Socialstyrelsen 2022a), Norw