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Die »Entstellung« wird als Grundbegriff der Freud’schen Psychoanalyse dargestellt, der eine doppelte, ja gegensätzliche Bedeutung hat: Sie erscheint dem Bewusstsein als Verunstaltung oder Verfälschung, ist aber zugleich die spezifische Erscheinungsweise des Unbewussten. Der Artikel zeichnet nach, welche Bedeutung Freud der Entstellung für die Traumdeutung beimisst. Anschließend wird dargelegt, dass die zentralen Begriffe der Psychoanalyse (das Unbewusste, die Übertragung, der Trieb, die Wiederholung) aus einer Bewegung der Entstellung hervorgehen. Schließlich werden die psychoanalytische Grundregel und die ihr zugeordneten Begriffe der »freien Assoziation« bzw. »gleichschwebenden Aufmerksamkeit« als ein technisches Verfahren vorgestellt, das wesentlich auf die Entdeckung und Analyse »entstellter Objekte« (Laplanche & Pontalis) ausgerichtet ist.