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Der vorliegende Beitrag konzeptualisiert die Geschwisterbeziehung objektbeziehungstheoretisch. Dabei wird die Annahme verfolgt, dass die Subjekt-Objekt-Trennung zwischen Geschwistern oftmals durchlässiger und fragiler bleibt als die zu den elterlichen Objekten. Die Autorin macht dafür überdauernde frühe Abwehrmechanismen wie Projektion, Idealisierung und Spaltung geltend, die die Individuationsentwicklung und die Fähigkeit zur Selbst- und Beziehungsregulierung zwischen ihnen belasten, was an einem Fallbeispiel illustriert wird. Darüber hinaus wird die Ursache konflikthafter und traumatisierender Geschwisterbeziehungen in Beziehung gesetzt zu Juliet Mitchells Konzept des »Gesetzes der Mutter«.