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Bereits drei Monate nach seiner Premiere verzeichnete Barbie (USA ) die höchste Zahl an Kinobesuchern und wurde zum umsatzstärksten Film des Jahres 2023. Der Gang in die Kinosäle glich oftmals einem heiteren »Event«. Vor allem das weibliche Publikum rezipierte den Film in einer nahezu euphorischen Grundstimmung, begleitet von freudigen Zwischenrufen und Applaus, und nicht selten in pink-glitzernden Barbie-Kostümen, die zu einer feierlichen Atmosphäre beitrugen. Unter den Kritikern löste der Film hingegen konträre Reaktionen aus. Während er von einigen als »genial«, »urkomisch« und »feministisch« gepriesen wurde (z.B. Dath 2023), bezeichneten andere ihn als »oberflächlich«, »ideologisch aufgeladen« oder »konsumverherrlichend« (z.B. Berner 2023) - Letzteres nicht zuletzt, weil die Filmproduktion finanziell maßgeblich vom Spielwarenproduzenten Mattel getragen wurde. Dass ein Film, dessen Protagonistin eine Plastikpuppe ist, deren vorderstes Ziel zunächst darin besteht, die beginnende Cellulite an ihren Oberschenkeln reversibel zu machen, als einer der gewinnbringendsten Kinofilme in die Geschichte der Filmindustrie eingeht und Greta Gerwig zu der erfolgreichsten weiblichen Regisseurin aller Zeiten macht, versetzt in ein irritiertes und zugleich neugieriges Staunen, dem ich im Folgenden nachgehen möchte.