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Revanche und Rache im Kleinen und Großen sind alltägliche Phänomene, die sich bis hin zu stabilen Feindschaftsbeziehungen ausweiten können. Sie beruhen auf Prinzipien des Tauschhandels, wie der Autor darlegt, allerdings mit der Neigung, exzessiv zu entgleisen. In Auseinandersetzung mit Freuds Konzept des »narzisstischen Typus der Objektwahl« und mit seinem zentralen Begriff der »Ersetzbarkeit« entwickelt der Autor die Hypothese, dass die im Rachemodus stattfindende spiegelbildliche Umkehrung von Schmerz und Verlust als Versuch aufgefasst werden kann, jenem inkommensurablen Rest in uns selbst und im Gegenüber nicht begegnen zu müssen, der sich weder aneignen noch ersetzen lässt, den Freud als »Ding« bezeichnet hat und der mit Kants Begriff der »Würde« zusammengedacht werden kann.