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Wie wirkt Psychoanalyse? Deutung oder Beziehung, Einsicht oder Erfahrung? Diesen fundamentalen Fragen des psychoanalytischen Prozesses geht der vorliegende Beitrag nach. Ausgangspunkt ist James Stracheys grundlegender Artikel zur therapeutischen Wirkung der Psychoanalyse; dessen Modell der mutativen Deutung wird detailliert herausgearbeitet. Anschließend wird die Rolle von Omnipotenz und Einsicht in Bezug auf psychische Veränderung untersucht. Dabei wird unter Rückgriff auf Autoren wie Segal, Etchegoyen und die Barangers versucht, ein genuin psychoanalytisches Verständnis von Einsicht zu entwickeln, das wesentlich auf in der Übertragungsbeziehung gemachter Erfahrung beruht. Omnipotenz wird mit Segal als zentraler pathogener Faktor verstanden, der sowohl Einsicht als auch neue Beziehungserfahrungen verhindert. Das besondere Augenmerk liegt hierbei auf der Rolle der Omnipotenz für die Negation der Realität. Abschließend wird eine Integration dieser Überlegungen in das Modell von Strachey versucht und die Thesen mit einer Vignette aus der Literatur (Meltzer) illustriert.