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Die Frage, wie den Betroffenen traumatischer Lebensschicksale Unterstützung angeboten werden kann, beschäftigt viele psychosoziale Berufe in Deutschland. Verschiedenste Bereiche der Pädagogik, der Sozialen Arbeit und der Psychotherapie ringen um Antworten auf die Frage einer adäquaten Art der Hilfe für ihre oft schwer belasteten Adressat:innen. Im Sinne eines Zugangs zu traumatisierten Menschen und ihren Bedürfnissen suchen viele Professionelle nach Methoden oder Konzepten, auch um Halt mit einer Arbeit zu finden, die Helfende selbst mit unvorstellbarem Leid und Ohnmacht konfrontiert (vgl. Auerhahn 2025). Traumabezogene Themen reinszenieren sich jedoch meist unbewusst in Beziehungen und entziehen sich damit dem bewussten Nachvollzug. Psychoanalyse eröffnet hier Ansätze, in denen die Beziehungsarbeit selbst zum Kern der Hilfe werden kann, so dass die belastende Arbeit bei den Helfenden nicht dazu führt, sich als Ergebnis eigener Überforderung den Betroffenen emotional zu verschließen. Langjährige Erfahrungen niedrigschwelliger psychoanalytischer Praxisprojekte des Sigmund-Freud-Instituts in der Tradition der »aufsuchenden Psychoanalyse« (Leuzinger-Bohleber) legen nahe, dass Beziehungen gerade dann zum Ausgangspunkt von Hilfe werden, wenn sie an dem wachsen, was nicht verstanden und nicht gewusst werden kann.