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In den aufgeheizten Kulturkämpfen um den Begriff der Geschlechtsidentität und seine Fluidität wird mitunter suggeriert, dass es sich bei der aktuellen Zunahme an transgender- und nichtbinären Geschlechtsidentitäten um eine Modeerscheinung oder gar die Folge einer sozialen Ansteckung handelt. Der vorliegende Beitrag möchte sie hingegen als in zwei breite gesellschaftliche Veränderungen eingebettet darstellen: die zusehende Durchsetzung individuellen Selbstbestimmungsrechts gegen soziale Konventionen sowie die zusehenden Eingriffe in den menschlichen Körper zu anderen als kurativen Zwecken. Um die Zunahme von Transitionswünschen insbesondere weiblicher Jugendlicher zu erklären, werden deren besondere Belastungen identifiziert.