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Begegnen Patienten zum ersten Mal in meinem Praxisraum meinem Hund, fragen viele, ob das ein Therapiehund sei. Ich sage dann oft: »Er ist einfach ein Hund.« Wenn er therapeutische Effekte haben sollte, dann nicht aufgrund eines speziellen Trainings – auch wenn er vom Züchter beim Wesenstest als möglicher Therapiehund eingeordnet wurde. In jedem Fall hat der Hund eindeutig Effekte. Bei den meisten Patienten und Patientinnen wirkt er leicht stimmungsaufhellend. Nicht selten wird der Hund vor mir begrüßt.
Ich habe den Hund – einen schwarzen Golden Doodle, allergiearmes Fell, in der Größe eines Golden Retrievers – nicht immer dabei, vielleicht an etwa der Hälfte der Tage, an denen ich behandle. Vor allem während Corona und des wegfallenden Handschlags zu Begrüßung und Verabschiedung schien es mir, dass es etwas Erleichterndes hatte, dass der Hund mit persönlicher Berührung begrüßt werden konnte und wollte – und dabei schien er die Berührungslosigkeit zwischen den Menschen ein Stück zu überbrücken. Die Wichtigkeit dieser Berührung war es letztlich, die den letzten Anstoß gab, Anfang 2024 den Handschlag zur Begrüßung und Verabschiedung wieder einzuführen. Und ich habe es durchweg so erlebt, dass die Patientinnen und Patienten das als angenehm und positiv empfanden. Die Stunde bekam wieder einen deutlich persönlicheren Rahmen. Ohne Hundebegleitung in der Praxis wäre mir dies vielleicht weniger deutlich geworden und ich hätte weiter die hygienisch begründete Handschlag-Abstinenz beibehalten.