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Im vorliegenden Beitrag wird das psychoanalytische Konzept der »Vorträglichkeit« diskutiert. Ausgehend davon, in der »Nachträglichkeit« immer auch ein vorausgerichtetes, antizipatives Moment anzunehmen, wird Vorträglichkeit als etwas bestimmt, das mit einer Ausrichtung des Erlebens auf ein bevorstehendes Ereignis zu tun hat, das noch nicht gewusst werden kann. Dabei wird auf die Unterscheidung zwischen gegenwärtiger Zukunft und zukünftiger Gegenwart zurückgegriffen. Vorträglichkeit ist dann darauf bezogen, dass eine diskontinuierliche und unheimliche Zukunft bevorsteht, die nicht bebilderbar ist, zu der man sich nichtsdestoweniger ins Verhältnis setzen muss. Abschließend wird der Bezug zum klinischen Arbeiten und zur Angewandten Psychoanalyse (hier der Zukunftsforschung) hergestellt.