You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die deutsche Ausgabe gesammelter Aufsätze von Hans Loewald war lange vergriffen, mit dieser Auflage ist sie in der im Jahr 1986 selbst autorisierten Übersetzung von Hilde Weller wieder erhältlich. Für diejenigen, die sich dem Autor neu nähern, mögen Loewalds Texte auf den ersten Blick vielleicht ein wenig kompliziert und womöglich auch nicht allzu übersichtlich erscheinen. Nach einer Weile bemerkt man allerdings irgendwie aufgeregt, dass sich hier ein in konsistentes und schlüssiges Ganzes von verschiedenen Perspektiven her entfaltet
Hans Loewald, 1906 im Elsass als einziger Sohn einer sehr früh verwitweten Pianistin geboren, folgte zunächst während seiner Studienzeit dem 17 Jahre älteren Martin Heidegger nach Marburg und Freiburg. Als dieser 1933 Rektor der Freiburger Universität wurde, wandte Loewald sich enttäuscht von ihm ab. Emigriert in die USA, wo er ab 1939 als Psychiater und später Psychoanalytiker in New Haven wirkte, war es nach Heidegger dann Freud, der für ihn ein gedankliches Zentrum bildete.
»Freud steht meiner Generation nahe genug, um als beherrschende, lebendige Kraft zu wirken in der Zeit, da ich heranwuchs und Psychiater wurde, obwohl ich ihn niemals persönlich kennengelernt habe. Er ist für mich durch seine Schriften stets lebendige Gegenwart geblieben« (S. 9).