You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der vorliegende Beitrag verortet das Verständnis von Hoffnung zunächst in einem rätselhaften Fragment des vorsokratischen Philosophen Heraklit. Anschließend wird eine psychoanalytische Auffassung dessen erläutert, was als »reife Hoffnung« bezeichnet und von anderen psychischen Zuständen unterschieden wird, die zwar vorgeben, Hoffnung zu sein, sich jedoch qualitativ von reifer Hoffnung abheben. Dies veranschaulicht die Autorin anhand zweier klinischer Vignetten aus der Arbeit mit traumatisierten Patienten, eine Arbeit, die ihr Denken über Hoffnung am stärksten beeinflusst hat. Abschließend werden die Konzepte des Analytikers als »Objekt der Hoffnung« sowie als »Hoffnungsgerüst« eingeführt und untersucht.