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Hoffnung richtet sich zwar immer auf die Zukunft, ist aber durch alle drei Zeitekstasen geprägt, also auch durch Vergangenheit und Gegenwart. Zum einen wird Hoffnung aus der Vergangenheit geschöpft, indem diese bearbeitet wird und dadurch ihre Macht über die Gegenwart verliert. Zum anderen birgt das Vergangene, selbst wenn es mit Leid verbunden war, Entwicklungsmöglichkeiten bzw. ein unabgegoltenes Potenzial, das allerdings erst in sein Recht gestellt werden muss. In der Gegenwart entsteht die Aussicht auf Entwicklung und Neues in der Begegnung zwischen den Menschen, durch Resonanz. Diese ist allerdings nie nur harmonisch, sondern lebt von Dissonanz und dem Mangel an Übereinstimmung und weist dynamisch in die Zukunft. Aus der Zukunft selbst kommt die Hoffnung, wenn Ereignisse eintreten, die unvorbereitet und unerwartet waren und einen Neubeginn ermöglichen. Veranschaulicht werden die Zeiten der Hoffnung durch eine Ode Friedrich Hölderlins, durch zwei klinische Vignetten und die Analyse zweier Kunstwerke.