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In der klinischen Arbeit wird das analytische Paar immer wieder Teil eines Ringens um Hoffnung angesichts von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um psychoanalytische Kompetenzen wird der Beitrag des Analytikers beim Entstehen von Hoffnung in der therapeutischen Beziehung untersucht. Hoffen wird dabei als »mediopassives Tun« gefasst: Hoffnung lässt sich weder aktiv »herbeiwollen«, noch bleibt man gänzlich passiv bei ihrem Auftreten oder Ausbleiben. Um zu hoffen, müssen wir eine Erfahrung von Ohnmacht in unsere Reaktion auf einen fortlaufenden Beziehungsprozess integrieren – wir müssen loslassen. Die Schwierigkeiten und Herausforderungen dieses Loslassens, bei dem wir einerseits am Wunsch festhalten und andererseits Ohnmacht anerkennen und aushalten, wird anhand einer Falldarstellung illustriert. Schließlich stellt sich die Frage, ob es spezifisch mediopassive Fähigkeiten gibt, die Psychoanalytiker für das Ringen mit Hoffnung und Ohnmacht benötigen.