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Der Beitrag entwickelt das Konzept des »Laios-Komplexes«: Es verknüpft die Frage der Generativität und des Umgangs mit dem Nachwuchs eng mit der Auseinandersetzung der Älteren mit ihrer eigenen Sterblichkeit. Laios wird in dieser Konzeption nicht zum Namensgeber des Komplexes, weil er versucht, seinen Nachwuchs zu töten, sondern weil in seinem Narrativ die Realisierung der eigenen Endlichkeit verknüpft ist mit der Ambivalenz gegenüber dem Nachwuchs: dem Wunsch, sich in der nächsten Generation fortzusetzen, und der Angst, durch die nachfolgende Generation verdrängt und ersetzt zu werden. Die Psychodynamik der Wechselseitigkeit von »Ödipus-« und »Laios-Komplex« wird exemplarisch anhand der Beziehungen zwischen Ödipus und seinen Eltern Laios und Iokaste untersucht.