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Mit diesem Buch setzt der Psychosozial-Verlag sein dankenswertes Vorhaben fort, frühere Veröffentlichungen von Psychoanalytikern in einem Band zusammengefasst darzustellen. So gewinnt man einen Überblick über deren jeweilige Arbeits-(und Lebens-)themen und kann verfolgen, wie diese immer wieder neu durchdacht und gestaltet wurden. Hier fällt das Erscheinungsjahr eines solchen Bandes mit dem Todesjahr des Autors zusammen und löst sofort ein Gefühl des Bedauerns aus, aber auch der Dankbarkeit, denn dieses Werk eröffnet einen neuen oder auch vertiefenden Zugang zu Winnicott.
Winnicott war offensichtlich das Lebensthema Thomas Auchters, der eine tiefe Verbundenheit zwischen Winnicotts und seinem eigenen Denken, Fühlen und Handeln benennt. Der Autor bekennt sich mit einer Fülle von Zitaten ausdrücklich dazu, dass das von ihm entworfene biografische Bild mit geprägt ist von seiner eigenen Persönlichkeit – in dem Maße, dass er von seinem Winnicott spricht (S. 139). Vermutlich hätte Winnicott nichts dagegen gehabt; für ihn war ja bekanntlich die Objektverwendung ein wichtiger Faktor, sowohl in der psychischen Entwicklung als auch in der Therapie.
Dieser Band enthält 20 Aufsätze aus über 30 Jahren. Sie sind in fünf Kapiteln zu Biographie, Konzepten, Anthropologie und Anwendung in der Psychotherapie gruppiert. Das Buch beginnt mit einem Überblick über Winnicotts Leben, auch in Bezug zu seinem Werk. Darauf folgt eine Darstellung der theoretischen Konzepte »Holding«, »potential space«,
sowie »wahres und falsches Selbst«, während die anthropologischen Themen sich mit Winnicotts Theorie zu Gesundheit, Aggression und Religion befassen. Alle erwähnten Themen erläutert Auchter in einem letzten Kapitel im Hinblick darauf, wie sie in der Psychotherapie zum Tragen kommen.
Da die Aufsätze zwar überarbeitet, aber nicht wesentlich verändert wurden, bleiben Wiederholungen (auf die auch der Autor ausdrücklich hinweist) nicht aus. Zunächst stören sie nicht, muten eher wie Wiederbegegnungen an