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Leben und Werk des 1943 wegen seiner antifaschistischen Widerstandstätigkeit hingerichteten John F. Rittmeister werden anhand seiner autobiographischen Überlieferungen und zusätzlicher historischer Forschung erzählt. Rittmeister war – anders als die ebenfalls im Widerstand tätigen Psychoanalytikerinnen Edith Jacobson und Käte Dräger – keine zweite Chance nach Krieg und Untergang der Nazidiktatur vergönnt. Der Beitrag geht der Frage nach, inwiefern ein heutiger Blick auf Rittmeisters Schicksal neue Einsichten über sein Leben und Wirken eröffnen kann. Dabei zeigt sich, dass das Interesse an seinem Schicksal Wandlungen unterworfen ist. Vorgeschlagen wird, seine Person als Generationsobjekt einer bestimmten Generation deutscher Nachkriegsanalytiker zu verstehen.