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Ziel dieser Arbeit ist es, den Begriff der Deutung dahingehend neu zu formulieren, dass er den interpsychischen und prozessualen Dimensionen dieses Konzepts, wie sie in psychoanalytischen Veröffentlichungen zunehmend hervortreten, besser gerecht wird. Der hier vorgestellten Neubestimmung implizit ist die Auffassung, dass zwar der deutende Prozess für therapeutisches Wirken unverzichtbar ist, die Vorstellung des Gebens von Deutungen jedoch eine künstliche und problematische Beschreibung der psychoanalytischen Arbeit beinhaltet. Dargestellt wird eine erweiterte Definition der Deutung, wie sie sich aus den Schriften Hans Loewalds entwickelt hat und von zeitgenössischen Autoren wie Sheldon Bach, Ronald Britton und Antonino Ferro weiter ausgearbeitet wurde.