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24 psychoanalytische Beiträge aus den Mitgliedsländern der European Federation for Psychoanalytic Psychotherapy (EFPP) finden sich in diesem Buch versammelt. Gemeinsames Anliegen der Autoren ist, darüber nachzudenken, was Gleichheit und Andersartigkeit unter psychoanalytischen Gesichtspunkten bedeuten können. Damit wird das Buch zu einem Spiegel innerpsychischer wie auch sozialer Prozesse, die bei einem solchen Zusammentreffen von Therapeuten und Wissenschaftlern der verschiedenen europäischen Traditionen ins Spiel kommen.
In psychoanalytischer Perspektive ist der andere innerlich gleichermaßen als ähnlich und als unterschiedlich repräsentiert. Bei der Begegnung auf der sozialen Ebene können Ähnlichkeit wie Fremdheit Gefühle der Faszination, aber auch der Angst auslösen. Das vorliegende Buch konfrontiert den Leser mit unterschiedlichen Ansätzen psychoanalytischen Denkens, die einen Blick über die Grenzen der eigenen Kultur, des eigenen Sprachraums und der spezifischen professionellen Identität erforderlich machen. Die Beiträge werden nicht durch eine Einleitung zusammengehalten, sondern erfordern, von Text zu Text, einen je neuen Ansatz des Lesens. Orientierung bietet dabei die Unterteilung in sechs Kapitel: 1. Übersetzen, Verstehen und Sprachverwirrung, 2. Kulturelle Identität und die Akzeptanz von Andersartigkeit, 3. Familien und Risikokinder, 4. Cyber: Neue Formen der Kommunikation, 5. Babel in der Psychotherapie, 6. Migration.
Man muss sich beim Lesen aber nicht von Text zu Text desselben Kapitels bewegen, sondern kann auch zwischen den Kapiteln springen
und entdeckt dann überraschende neue Verbindungen zwischen den einzelnen Themen. So beschäftigt sich z.B. A.U. Dreher in ihrem Beitrag »Inside Babel« mit der »babylonischen Sprachverwirrung« zwischen den verschiedenen psychoanalytischen Schulen. Sie plädiert für eine positive Anerkennung der verschiedenen Diskurse untereinander, wie es heute in allen lebendigen Wissenschaften der Fall sei. Hier stelle die Psych