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Manchen, vor allem kinderanalytisch interessierten Psychotherapeuten, wird das Ehepaar Novick durch ihre vielen beeindruckenden englischen Publikationen seit 1970 und durch ihre deutschen Buchveröffentlichungen Die Symmetrie der Angst. Entstehung und Behandlung des Sadomasochismus im Kindes-und Jugendalter (Psychosozial-Verlag, 2004), Ein guter Abschied. Die Beendigung von Psychoanalysen und Psychotherapien (Brandes & Apsel, 2008) und Elternarbeit in der Kinderpsychoanalyse. Klinik und Theorie (Brandes & Apsel, 2009) bekannt sein. Im vorliegenden Buch, das in den USA im englischsprachigen Original 2016 bei International Psychoanalytic Books unter dem Titel Freedom to Choose. Two Systems of Self-Regulation erschienen ist, fassen die Novicks, die sich auch für die Integration der Kinderanalyse in die IPA-Ausbildung zum Psychoanalytiker engagierten, die Ergebnisse aus ihren gemeinsamen 50-jährigen psychoanalytischen Forschungen, aus ihren jeweiligen Behandlungen sowie aus ihrer gemeinsamen internationalen Lehrtätigkeit konzentriert in einem gut lesbaren Buch zusammen. Dabei integrieren sie ich-psychologische und relationale Traditionen der Psychoanalyse. Die Zusammenfassung ihrer Erkenntnisse und Daten zeichnet sich sowohl durch die gedankliche Klarheit der Darstellung als auch durch die zahlreichen behandlungstechnisch exemplarischen, gut nachvollziehbaren Vignetten aus, die die Übersetzung Eberhard Knolls angemessen wiedergibt.
In Fortführung ihrer Ausbildung zu Kinderanalytikern in den 1960er Jahren in London durch Anna Freud und ihr Team, die »psychoanalytische Forschung, Innovation sowie eine Mischung aus klinischer
Strenge und Experimentierfreudigkeit« (S. 7) gleichermaßen systematisch betrieben und vermittelten, erweitern die Novicks mit ihrem zweigleisigen psychoanalytischen Modell den Anwendungsbereich der Psychoanalyse und stellen experimentierfreudigen Psychoanalytikern und Therapeuten neue behandlungstechnische Werkzeuge für neue Aufgaben oder auch bislan