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Exzessives Anspruchsdenken und forcierte Wiedergutmachungsforderungen an das Objekt, wie sie häufig bei Patienten mit Borderline-Strukturniveau zu beobachten sind, können in der Behandlungssituation zu äußerst schwierigen Passagen, mitunter sogar zu Abbrüchen führen. Der Beitrag untersucht eine pathologische Haltung, eine hoch organisierte innere Einstellung, die mit heftigen Gefühlen des Grolls, der Wut, mit Neid- und Schamgefühlen sowie sadomasochistischem Agieren verbunden ist, und ihr zugrunde liegende Objektbeziehungsphantasien und dysfunktionale Objektbeziehungsmuster. Vor dem Hintergrund der bisherigen theoretischen Auseinandersetzungen zu diesem Thema und anhand ausführlichen klinischen Materials wird versucht, psychodynamische Merkmale und Charakteristika des Übertragungs-Gegenübertragungs-Geschehens herauszuarbeiten, um über Möglichkeiten nachzudenken, einen fruchtbaren Deutungsprozess anzustoßen.