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Fortschritte in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) haben zahlreiche psychologische, gesellschaftliche und klinische Fragen aufgeworfen, die zunehmend auch psychoanalytisch diskutiert werden. Die vorliegende Übersicht erfasst diese Arbeiten von 1964 bis 2025 mit dem Ziel, theoretische Schnittstellen zwischen Psychoanalyse und KI-Forschung zu identifizieren, die Literatur zu systematisieren und zentrale Argumentationslinien herauszuarbeiten, um damit ein Fundament für weiterführende Forschung zu legen. Auf Grundlage einer systematischen Literatursuche wurden 44 Arbeiten analysiert. Mittels offener Codierung konnten sechs thematische Cluster identifiziert werden: (A) Psychoanalyse der KI, (B) KI als Modell der Psyche, (C) Psychoanalyse der Mensch-KI-Beziehung, (D) KI in psychoanalytischen Forschungsmethoden, (E) KI in der Psychotherapie und (F) kulturkritische Ansätze. Die Ergebnisse zeichnen ein fragmentiertes, jedoch durch wiederkehrende theoretische Bezugspunkte geprägtes Forschungsfeld. Die Analyse legt nahe, dass psychoanalytische Theorien einen eigenständigen Beitrag zum Verständnis der psychischen Kräfte im Umgang mit KI leisten, insbesondere dort, wo Maschinen als Beziehungspartner, Projektionsflächen oder Störfaktoren fungieren. Aufbauend auf der Literaturanalyse werden zentrale Felder für zukünftige Forschung diskutiert.