You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Untersucht wird die Frage, wo männliche und weibliche intrafamiliäre Missbrauchstäter vergleichbare und wo unterschiedliche Symptomatiken, Ätiologien, Strukturen, Konflikte und Abwehrformen zeigen. Zunächst werden wichtige Definitionen und Prävalenzen dargestellt, anschließend ätiologische Überlegungen unter Einbeziehung von Robert Stollers, Jean Laplanches und Estela Welldons Theorien unter Berücksichtigung verschiedener, geschlechtsabhängiger Formen von Wiederholung beschrieben. Männliche und weibliche Täterstrategien werden verglichen und unbewusste gesellschaftliche Dimensionen mit einer geschlechtsabhängigen Wiederholung von Aufdeckung und Verdeckung diskutiert. Eine Antwort auf die Frage, welchen spezifischen Beitrag eine psychodynamische Sicht auf männliche und weibliche intrafamiliäre Missbrauchstäter leisten kann, beschließt den Beitrag.