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Auf Grundlage ihrer langjährigen klinischen und forensischen Erfahrung erörtern die Autorinnen einige psychologische Faktoren, die Frauen anfällig für missbräuchliche Partnerbindungen machen können. Anhand klinischer Beispiele werden einige Dispositionen veranschaulicht und Ursachen erwogen. Den Autorinnen zufolge weisen die betreffenden Frauen gemeinsame Probleme auf, die auch in einem psychoanalytischen Setting unbemerkt bleiben können. Ein differenzierteres Verständnis des Phänomens wird wesentlich durch zwei Faktoren erschwert: Erstens richtet sich der klinische Fokus primär auf die Existenz erheblicher äußerer Hindernisse, die einer Lösung dieser oft intensiven Bindungen – selbst angesichts vorhersehbarer Gefahren für das Opfer und die Kinder – im Wege stehen. Zweitens, und vielleicht noch folgenreicher, prägen frauenfeindliche Annahmen über »charakterologischen Masochismus« weiterhin die psychoanalytische Theorie. Konkrete Täter-Opfer-Interaktionen werden diskutiert, die die beobachteten Dispositionen widerspiegeln und zugleich verstärken.