You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
„Freud was not a man of a single culture but of the interlocking of cultures. This explains why he was able to think in terms of the interlocking aspects of the working of the psyche … Even today, it is not possible to become a psychoanalyst without the ability to surpass (while retaining) one's culture of origin and to combine different cultural references“ (Anzieu, 1986, S. 222).
Nach Meinung des Historikers Michele Ranchetti (1980), einem unserer besten Kenner des Freudschen Werkes, ist die Geschichte der Psychoanalyse - in jedem Land - eine recht komplexe Angelegenheit, und zwar nicht nur aus Mangel an geeigneter Dokumentation und geeigneten Archiven, sondern vor allem in bezug auf folgendes Problem: wer ist befugt, sie zu schreiben? Wenn wir uns, wie Ranchetti anmerkt, an das halten müßten, was Freud diesbezüglich in seinem Essay von 1914 „Zur Geschichte der psychoanalytischen Bewegung“ geschrieben hat, müßten wir zu dem Schluß kommen, daß „derjenige, der sie schreibt, ‚der Besitzer dessen sein muß, was er schreibt‘“ (S. 4). Von dieser Sichtweise ausgehend haben zwei bedeutende Mitglieder der International Psychoanalytic Association (IPA), wie Eugenio Gaddini und Arnaldo Novelletto, die Geschichte der Psychoanalyse in Italien ( und ) ausschließlich auf die Geschichte der Società Psicoanalitica Italiana (SPI) beschränkt. Ähnlich ist der Ansatz der meisten Beiträge in den beiden Bänden Psychoanalysis international. A guide to psychoanalysis throughout the world, die Peter Kutter 1992 herausgegeben hat. Was Ranchetti dagegen betont, ist die Tatsache, daß „die SPI innerhalb ‚der Geschichte der psychoanalytischen Bewegung in Italien‘ eine eher untergeordnete Rolle spielt“ (, S. 1).
Und das ist auch die Meinung, die Cesa