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In den vierziger Jahren brachten zwei historische Wendepunkte einen Bruch im Leben der ungarischen Psychoanalytiker. Es handelt sich um zwei kritische Perioden, die anfangs seltsamerweise als ansteigende Kurve dargestellt werden können, dann aber steil abfallen. In den Jahren des Faschismus hatte die Psychoanalyse in ganz Europa am längsten in Ungarn Bestand, bis 1944 dann ein Viertel der ungarischen Analytiker dem Faschismus zum Opfer fiel. Die zweite Periode nach 1945 begann in der Hoffnung auf Wiederbelebung und gesellschaftliche Anerkennung der Psychoanalyse, doch nach wenigen Jahren wurde der Verein aufgelöst, und die Analytiker sahen sich fast 15 Jahre lang zur inneren Emigration gezwungen.
Wir wollen einige Details aus diesen beiden Perioden beleuchten.
Im Vergleich zu ihrem zahlenmäßigen Anteil hat die kleine Gruppe der ungarischen Analytiker in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen einen wichtigen Platz in der internationalen Bewegung eingenommen. Ausgehend von Ferenczi, gehörten der Budapester Schule so bedeutende Psychoanalytiker wie Michael Bálint, Imre Hermann, István Hollós, Sándor Radó und Géza Roheim an, um nur einige der bekanntesten zu nennen. Sie unterhielten auch in den dreißiger Jahren enge Kontakte zu Wien und den analytischen Bewegungen der ungarischen Nachbarländer. Das belegen z.B. die Vierländertagungen, deren 2. Konferenz 1937 in Budapest unter österreichischer, tschechischer, italienischer und ungarischer Beteiligung und mit vielen ausländischen Gästen stattfand.
Die Lage der ungarischen Psychoanalytiker im Inland gestaltete sich jedoch stets in Abhängigkeit von den politischen Schwankungen. Aus dem offiziellen geistigen Leben des Landes hatte man die ungarischen Analytiker schon in den zwanziger Jahren verdrängt. In Literatur und Kultur aber behielten sie ihren Rang, sie konnten ihre therapeutische Arbeit frei ausüben, wissenschaftlich tätig sein und publizieren. Seit 1931 arbeitete die Poliklinik des Vereins, hier kamen die Psychoanalyt