You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das dem 20. Internationalen Kongreß für Psychoanalyse gewidmete Heft bringt unter anderem neben allgemeinen Bemerkungen D. W. Winnicotts und S. Lebovicis über das Verhältnis der psychoanalytischen Entwicklungstheorie zur direkten Beobachtung an Kleinkindern ein Symposium über die Variationen der klassischen Behandlungstechnik sowie eine damit in Zusammenhang stehende Arbeit S. Nachts über die Ursachen und Mechanismen der neurotischen Deformierungen des Ich.
Nach einem kurzen Überblick über die methodologischen Abweichungen Ferenczis, Reichs, Nachts und Berglers und deren Begründungen untersucht M. Bouvet die allgemeinen Voraussetzungen der als analytisch zu bezeichnenden, d. h. zur Objektivierung und Reduktion der Übertragungsneurose beitragenden Variationen.
Die dynamische Bedeutung einer Variation wechselt je nach der Natur der Objektbeziehung, deren der Patient im fraglichen Zeitpunkt der Analyse fähig ist. Sie läßt sich genauer bestimmen aus der für den Fortgang der Therapie jeweils optimalen Distanz zwischen Patient und Arzt. Diese ist von den Projektionen und Fixierungen des Patienten abhängig. Ihr Charakter wechselt demnach je nach Struktur des Patienten und je nach der Phase der Übertragung, so daß sie sich nach Ansicht des Autors besonders gut dazu eignet, allgemeine Wertmaßstäbe für technische Variationen zu gewinnen.
Die prägenitale Objektbeziehung ist im Gegensatz zur genitalen distanzlos und monoton, beherrscht von ambivalenten Projektionen, welche sowohl jede echte Annäherung wie jeden Schritt zur Verselbständigung zu einer strukturellen Gefahr werden lassen. Aus diesem Grunde bewirkt jede Intervention des Objekts einen Rückzug, und der Therapeut muß dem Patienten die Freiheit lassen, selbst den Kontakt mit ihm in der ihm erträglichen Distanz anzuknüpfen.
Die meisten Variationen der Technik im Anfangsstadium der Analyse haben dann auch das Ziel, eine zu rasche Annäherung des Patienten, welche nur zu Widerstand und Rückzug führen würde, zu vermeiden. In gün