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Der alarmierende Titel nimmt nicht nur Bezug auf dunkle Angelegenheiten in klinischen und außerklinischen Bereichen, sondern auch auf die »dunkle Materie« der Astrophysiker, deren Theorie der Gravitationswellen kürzlich bestätigt wurde, als Analogon für schwer zugängliche, dissoziierte seelische Bereiche. Das Buch ist einem als Leo Brenner bekannt gewordenen Astronomen des 19. Jahrhunderts gewidmet. Mit der Rehabilitierung des psychoanalytischen Traumakonzepts durch die Aufmerksamkeit für die Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs, die Schrecken des Holocaust und die wiederentdeckte destruktive Nachwirkung des ursprünglich mit dem Verführungstrauma verknüpft gewesenen Kindesmissbrauchs konnte auch das Thema der Dissoziation seine Bedeutung zurückgewinnen.
In der berühmten »Vorläufige(n) Mitteilung« »Über den psychischen Mechanismus hysterischer Phänomene« bringt Freud 1893 ohne einen Hinweis auf die wissenschaftlichen Meinungsverschiedenheiten, die später zur Trennung führten, sowohl seine eigenen als auch die Ansichten Breuers zum Ausdruck: »Je mehr wir uns mit diesen Phänomenen beschäftigen, desto sicherer wurde unsere Überzeugung, jene Spaltung des Bewußtseins, die bei den bekannten klassischen Fällen als double conscience so auffällig ist, bestehe in rudimentäre Weise bei jeder Hysterie, die Neigung zu dieser Dissoziation und damit zum Auftreten abnormer Bewußtseinszustände, die wir als ›hypnoide‹ zusammenfassen wollen, sei das Grundphänomen dieser Neurose« (1893a, S. 91). Auch wenn er in der ersten Vorlesung »Über Psychoanalyse« in Amerika 1909 »die Breuersche Aufstellung der hypnoiden Zustände« apodiktisch für »hemmend und überflüssig« erklärte (1910a, S. 16), musste er 1925 in seinem Nachruf auf Josef Breuer einräumen, dass sein Beitrag, »weit davon entfernt, veraltet zu sein, vielmehr Gedanken und Anregungen birgt, die noch immer nicht genug ausgewertet worden sind« (1925g, S. 563). Ira Brenner hat eine sehr umfassende nachträgliche Auswertung im Sinn, wenn er a